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date_created: "2026-08-26"
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tags:
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- dnd
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- quest
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lead: "[[Gräfin Emilia Voss]]"
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organization: "[[Bruderschaft des Schicksals]]"
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target: "Die drei Kreise, das Chaoswesen im Blutkreis und der Schlafende"
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location: "[[Anwesen Voss]]"
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campaign: Morgendämmerung
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type: quest
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# [[Quest – Anwesen Voss]]
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**Übersicht**: Die Geschichte um das **[[Anwesen Voss]]** geht auf einen einzigen Fund zurück: **[[Lord Marquis Voss|Marquis Aldric Voss]]** stieß beim Studium alter Baupläne seines Hauses auf ein eingezeichnetes **Burgverlies**. Er schlug den Durchbruch, stieg hinab – und fand in einer Kuppelkammer den **Blutkreis**: acht radial in den Fels geschmolzene Runen, umgeben von radial angeordneten Skeletten. **Der Blutkreis ist KEIN Bauwerk der Mykori.** Er ist ein Resultat der **latenten Chaosmagie**, die durch die Zerstörung der **[[Kugel des Gleichgewichts]]** freigesetzt wurde, und entstand an einer Kreuzung unsichtbarer **Chaosmagie-Venen**, die sich über die Welt ziehen. An diesem Knoten banden die **[[Mykori]]** einst einen **Splitter des Chaosgottes** – das **Chaosmagiewesen** (Resonanzecho), halb Gefangener, halb Wächter. Aldrics Versuche, die Kreis-Magie mit **Chaospulver** nachzubauen, schufen zwei fehlerhafte Nachbauten: den **Runenkreis** im Lagerraum des Obergeschosses und den **Pilzkreis** im Garten – der lebende Ring aus Flüsterköpfen wurde zum Ursprung allen Übels auf dem Anwesen. Die Quest umspannt die Unterquests um **Pilzkreise**, **Dungeon** und **Tagebuch des Marquis** sowie **Lysanders Blutopfer am Blutkreis**, eingebettet in die Bögen um **[[Zarathar]]** & die Amulette, **[[Gräfin Emilia Voss|Emilias]]** Ermittlung & die **[[Bruderschaft des Schicksals]]** sowie die **[[Mykori]]** & „Der Abstieg des Träumers". Dazu läuft ein stiller Countdown: Repariert sich der Pilzkreis vollständig, synchronisieren sich alle drei Kreise, und der Schlafende antwortet – alle träumen dasselbe Wort: **„BALD."**
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## Wer
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- **Protagonisten**: Die Spielercharaktere (u. a. **[[Nova Klee]]**, **[[Morinio Aerethriel]]**, Casimir), **[[Gräfin Emilia Voss]]** (Besitzerin des Anwesens, will den Dungeon versiegeln)
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- **Antagonisten**: **[[Lysander]]** (gibt sich als Heiler aus, sucht im Auftrag von **[[Zarathar]]** das Geheimnis der Chaosmagie), das Chaosmagiewesen (Resonanzecho, Wächter des Blutkreises), die **[[Bruderschaft des Schicksals]]** (Aldrics Ermöglicherin, nicht aktiv auf dem Gelände)
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- **Hintergrund – keine aktive Quest-Rolle**: **[[Elara Vey]]** (echte Heilerin; Details siehe „Korrigierte Lore" und „Wichtige NSCs")
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## Wo
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- **[[Anwesen Voss]]** – Herrenhaus mit Erdgeschoss, Obergeschoss, Außengelände, Keller und dem darunterliegenden **Burgverlies**
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- Spielleiter-Fassung mit allen Details: **[[02-World/Locations/Dungeons/Anwesen Voss (Konsolidiert)]]**
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## Was
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- **Auslöser**:
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- Der Fund des **Burgverlies** durch Marquis Aldric Voss und seine Nachbau-Versuche mit **Chaospulver**
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- Das **Mysterium der Leiche im Schuppen** (der letzte Gärtner, von der Wache des Chaosmagiewesens getötet)
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- **Emilias Ermittlung** gegen die Bruderschaft nach Aldrics Tod
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- **Mögliche Ausgänge**:
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- **Weg 1 – Pilzkreis zerstören** (einfach, unvollständig): Energiefluss unterbrochen, eingedämmt, aber nicht gelöst
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- **Weg 2 – Blutkreis zerstören** (schwer, wirksam): Echo weg, Pilze welken – aber der Schlafende hat bereits gehört
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- **Weg 3 – Runenkreis umkehren** (komplex, mächtig, riskant): nimmt dem Schlafenden den Signalweg von diesem Ort
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- **Kein Eingreifen**: Die Kreise synchronisieren sich, der Schlafende antwortet – **„BALD."**
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- **Relevante Items**: **[[Feuer-Amulet]]** (ausgestellt in der Eingangshalle), **[[Blitz-Amulet]]** (beim Barden **[[Morinio Aerethriel]]**), **[[Kugel des Gleichgewichts]]** (zerbrochen, restaurierbar), Chaospulver, Leuchtfeuer-Kern, das Kurzschwert des Allianz-Agenten
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## Warum
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- Der **Blutkreis** ist kein Mykori-Bauwerk, sondern ein **natürlicher Knoten latenter Chaosmagie** an kreuzenden Chaosmagie-Venen – freigesetzt durch die Zerstörung der **[[Kugel des Gleichgewichts]]**
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- **Aldric** wollte den Tribut der Kreis-Magie umgehen (u. a. mit dem Feueramulett als Ersatz) und öffnete damit eine Tür, die besser verschlossen geblieben wäre
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- Die fehlerhaften Nachbauten destabilisieren das System, Chaosmagie sickert – der Schlafende darf nicht erwachen
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## Hintergrund des Marquis
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- Die Vorgeschichte von **[[Lord Marquis Voss]]** in 10 Punkten (Fund des Dungeons, Blutkreis, Expedition, der alte Gott, Chaospulver, Bruderschaft, Lysander) sowie offene Fragen zu Lysanders Zielen (3+3 Vorschläge): **[[Hintergrund des Marquis]]**
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## Verlauf
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1. **Der Fund**: Aldric findet das Burgverlies und den Blutkreis mit dem gebundenen Chaosmagiewesen
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2. **Die Nachbauten**: Runenkreis (1. Nachbau, Lagerraum OG) und Pilzkreis (2. Nachbau, Garten) entstehen mit Chaospulver; der **lebende Pilzkreis aus Flüsterköpfen** wird zum Ursprung allen Übels
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3. **Davens Schicksal**: **[[Daven (der Gebundene)|Daven]]** berührt den Runenkreis und wird zur atmenden Schneiderpuppe, die vom Pilznetzwerk kontrolliert wird
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4. **Aldrics Tod**: **[[Lysander]]** – bereits acht Monate zuvor eingeschleust – vergiftet Aldric mit Unterreichs-Pilzgift; er sucht das Geheimnis der opferlosen Kreismagie für **[[Zarathar]]**
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5. **Emilias Ermittlung**: Nach Aldrics Tod ermittelt **[[Gräfin Emilia Voss]]** gegen die Bruderschaft und wird gesellschaftlich geächtet
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6. **Das Mysterium der Leiche**: Der **letzte Gärtner** tritt versehentlich durch den Pilzkreis, wird von der Wache des Chaosmagiewesens tödlich verwundet und **unterbricht dabei den Kreis**; Corwin versteckt die Leiche im Schuppen
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7. **Der stille Countdown**: Die Myko-Blüte repariert den Pilzkreis langsam; alle drei Kreise drohen sich zu synchronisieren
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8. **Die Entscheidung**: Die Spieler wählen einen der drei Deaktivierungswege – oder lassen es geschehen
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## Phasen
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1. **Ankunft & Erkundung** – Hinweise in Haus, Garten, Keller und Verlies sammeln
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2. **Das Mysterium der Leiche** – Blutspur, Schuppen, der tote Gärtner (Bogen A)
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3. **Die drei Kreise** – Blutkreis, Runenkreis und Pilzkreis verstehen und deaktivieren (Bogen A)
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4. **Zarathar & die Amulette** – Lysander, das Feueramulett, die Kugel des Gleichgewichts (Bogen B)
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5. **Emilias Ermittlung & die Bruderschaft** – roter und blauer Ordner, Beweise gegen die Bruderschaft (Bogen C)
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6. **Die Mykori & „Der Abstieg des Träumers"** – Trance-Vision an der Lichttafel (Leuchtfeuertafel) (Bogen D)
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## Unterquests
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1. **Pilzkreise**
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- **Pilzkreis im Garten** – Aldrics 2. Nachbau, Ring aus Flüsterköpfen, einzige echte „Antenne" zum Blutkreis; Wache des Chaosmagiewesens (Stich „von unten")
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- **Der unterbrochene Kreis** – durch den versehentlichen Durchgang des letzten Gärtners physisch beschädigt; die Myko-Blüte repariert ihn langsam (~50 % Kapazität)
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- **Der tote Gärtner im Schuppen** – trat aus Versehen durch den Pilzkreis, wurde von der Wache des Chaosmagiewesens tödlich verwundet; Corwin versteckte die Leiche im Schuppen (Blutspur → Erdgeschoss → Küche → Schuppen)
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2. **Der Dungeon**
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- **Das Chaoswesen im Blutkreis** – Resonanzecho, Wächter & Gefangener; unzerstörbar, solange der Blutkreis intakt ist
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- **Der Rückblick an der Lichttafel** – Trance-Vision der Mykori-Geschichte, ausgelöst durch die Aufführung von „Der Abstieg des Träumers" auf der Leuchtfeuertafel („Lichttafel"); Körper bleiben reglos, die Psyche erlebt Aufstieg, Verführung und Untergang der Mykori
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- **Das Chaosfeld im Dungeon** – wilder Wildmagie-Bereich (15 %–50 % Impulsschwelle), Zauber verhalten sich unberechenbar
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- **Die Leiche des Allianz-Agenten + Kurzschwert** – zerstückelte Überreste beim Fleischschleier (Zettel: „Bestätigt: Etwas unter dem Herrenhaus Voss."); das merkwürdige **Kurzschwert**, das Casimir aus dem Fleischhaufen gezogen hat, stammt von diesem Agenten der **[[Allianz der Harmonie]]**
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- **Der Abstieg** – Zugang zum Chaospulver (Durchbruch im Weinlager, Kellerraum 7, tiefer Schacht); Ziel von Lysander (siehe **[[Hintergrund des Marquis]]**, Punkt 10)
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3. **Das Tagebuch des Marquis**
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- Exponiertes Buch in der privaten Bibliothek, **ein paar Seiten fehlen** – Details und Entscheidung siehe **[[Tagebuch des Marquis]]**
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4. **Lysanders Blutopfer am Blutkreis** *(offen)*
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- Lysander will im Dungeon ein **Blutopfer am Chaoswesen** ausrichten und den **Abstieg nachvollziehen** – Ziele/Motive offen (3+3 Vorschläge unter **[[Hintergrund des Marquis]]**, Punkt 10)
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## Tagebuch-Seiten (Entscheidung)
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- **[[Lysander]] riss die letzten Seiten heraus** (nicht der Marquis) und versteckte sie in seinem **Nachtkästchen** im **gemeinsamen Schlafsaal**, den er mit **[[Gräfin Emilia Voss]]** teilt. **Inhalt der fehlenden Seiten: offen (SL-Entscheidung)** – Details siehe **[[Tagebuch des Marquis]]**.
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## Wichtige NSCs
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- **[[Gräfin Emilia Voss]]** – Besitzerin des Anwesens, will den Dungeon versiegeln, ermittelt gegen die Bruderschaft
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- **[[Lord Marquis Voss]]** – Aldric Voss, entdeckte den Blutkreis und das Chaospulver, durch Lysander beseitigt
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- **[[Lysander]]** – gibt sich als Heiler aus, sucht im Auftrag Zarathars das Geheimnis der Chaosmagie; aktuelles Ziel: Blutopfer am Blutkreis & Abstieg
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- **[[Daven (der Gebundene)]]** – Diener, durch den Runenkreis zur atmenden Schneiderpuppe geworden, vom Pilznetzwerk kontrolliert
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- **[[Zarathar]]** – Lich/Artificer, erpresst Lysander über dessen Tochter Sera, sammelt die Amulette
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- **[[Elara Vey]]** – echte Heilerin, **keine aktive Quest-Rolle**; nur Hintergrund:
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- Wurde beim Tod des Marquis von **Lysander „ausgeperrt"** – deshalb konnte Lysander ihm Gift einflößen
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- Hegt Groll gegenüber Lysander, weiß aber **nicht**, dass Lysander ihn vergiftet hat – sie weiß nur, dass sie dem Marquis besser hätte helfen können
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- Hat in Session 12 **[[Nova Klee]]** vom Fluch geheilt und sich im Gespräch mit Casimir abfällig gegenüber Lysander geäußert
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- Weitere Rolle voraussichtlich nicht
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## Verbindungen
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- **Ereignisse**: **[[Machenschaften der Bruderschaft]]**, **[[Die Wiederherstellung des Kataclyst]]**, **[[Bruch des Arkanen Geflechts]]**
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- **Gegenstände**: **[[Kugel des Gleichgewichts]]**, **[[Feuer-Amulet]]**, **[[Blitz-Amulet]]**
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- **Orte**: **[[Anwesen Voss]]**, **[[02-World/Locations/Dungeons/Anwesen Voss (Konsolidiert)]]**, **[[Bandon (Hauptstadt)]]**
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- **Organisationen**: **[[Bruderschaft des Schicksals]]**, **[[Allianz der Harmonie]]**
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- **Geschichte**: **[[Mykori]]**, **[[Chaosmagie]]**
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- **Supplements**: **[[Hintergrund des Marquis]]**, **[[Tagebuch des Marquis]]**
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````ad-example
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title: Mentions in Session Notes
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```dataview
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TABLE summary AS "Session Summary" FROM #session-notes AND [[Morgendämmerung]]
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```
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date_created: "2026-08-26"
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tags:
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- dnd
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- history
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- quest-supplement
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npc: "[[Lord Marquis Voss]]"
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quest: "[[Quest – Anwesen Voss]]"
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campaign: Morgendämmerung
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type: history
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# Hintergrund des Marquis
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1. **Der Fund des Dungeons** – alte Zeichnungen des Grundstücks im **Erbe von Emilia Voss** verraten den Zugang.
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2. **Der Blutkreis** – gefunden; der Marquis wird davon **besessen**.
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3. **Die Expedition in den Abgrund** – dort unten findet er das **Chaospulver**.
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4. **Verluste** – er verliert bei der Expedition nach und nach **alle Gefährten**.
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5. **Der alte Gott** – unten begegnet er zuerst dem **überwältigenden Willen eines alten Gottes**, der lange eingesperrt war, nun endlich frei ist und **Rache sucht**. *(Anmerkung: Die konkrete Story folgt in einem separaten Schritt – hier nur als Platzhalter/Verweis aufzuführen.)* Er hält die Reise in einem **Tagebuch** fest – das exponierte Buch in der privaten Bibliothek, in dem **ein paar Seiten fehlen**.
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6. **Das Chaospulver an der Oberfläche** – eine Handvoll bringt er herauf und versucht damit den **Kreis im Lagerraum** nachzubauen.
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7. **Die Bruderschaft wird aufmerksam** – durch **[[Zarathar]]**, der die **Verschiebung des Chaos** an diesem Ort gespürt hatte und der Bruderschaft sagte, sie würden dort eine **Komponente zum Beschwören** finden (das Chaospulver).
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8. **Der Handel** – die Bruderschaft kauft dem Marquis **Fässer an Pulver** ab; der Marquis finanziert dadurch seine Faszination über die **[[Mykori]]**, die unter dem Einfluss des Chaosgotts nach und nach **immer negativer umschlägt**.
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9. **Der Kreis will nicht funktionieren** – der Kreis im Lagerraum bleibt fehlerhaft, also versucht er es erneut im **Garten**. Die Bruderschaft versucht derweil selbst, an das Geheimnis des Chaospulvers zu kommen, um den **Mittelsmann zu umgehen** – mittels **[[Lysander]]**. Lysander wird in Wahrheit von **[[Zarathar]]** kontrolliert, um mehr über das **Amulett**, den **Blutkreis** und den **Abstieg** herauszufinden.
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10. **Lysanders aktuelles Ziel** – in den Dungeon gehen und (a) ein **Blutopfer an das Chaoswesen im Blutkreis** ausrichten sowie (b) den **Abstieg nachvollziehen**, um selbst an **Chaospulver** zu gelangen.
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**Notizen/offene Fragen (zu Punkt 10):**
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- **(a) Blutopfer – was will er damit erreichen?** (3 Vorschläge)
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- (i) Die **Bindung der Chaosentität schwächen**, damit Zarathar sie als Waffe entfesseln kann.
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- (ii) Einen **Kommunikationskanal** zwischen Zarathar und der Chaosentität öffnen, um uraltes Wissen zu extrahieren.
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- (iii) **Lysanders eigenen Körper als Gefäß** für einen Splitter der Chaosentität vorbereiten und ihm übermenschliche Kräfte verleihen.
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- **(b) Chaospulver – wozu braucht er es?** (3 Vorschläge)
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- (i) Als **Katalysator für ein großflächiges Ritual**, das die Bevölkerung in willenlose Diener verwandelt.
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- (ii) Um die **Schutzsigille des Blutkreises zu korrumpieren** und die Chaosentität schrittweise zu lösen.
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- (iii) Um es in die **Wasserversorgung der Region** zu mischen und chaotische Mutationen auszulösen (Armee aus missgestalteten Kreaturen).
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date_created: "2026-08-26"
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tags:
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- dnd
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- item
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- diary
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- quest-supplement
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owner: "[[Lord Marquis Voss]]"
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quest: "[[Quest – Anwesen Voss]]"
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location: "[[Anwesen Voss]]"
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campaign: Morgendämmerung
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type: item
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# Tagebuch des Marquis
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> **Redaktioneller Hinweis**: Diese Aufzeichnungen stammen aus der Feder von [[Lord Marquis Voss|Marquis Aldric Voss]], geschrieben in den letzten Monaten seines Lebens. Das Buch lag exponiert in der privaten Bibliothek des [[Anwesen Voss|Herrenhauses]] — ein paar Seiten fehlen. Die Einträge sind undatiert; sie folgen dem Abstieg in den Abgrund, wie er ihn erlebt hat.
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## Tagebucheinträge
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### Erster Tag
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Es hat mich mein halbes Leben gekostet, und am Ende war es ein Zufall. Unter den alten Zeichnungen aus dem Erbe von [[Gräfin Emilia Voss|Emilia]] lag ein Plan, den ich mein Leben lang gesucht habe: ein Verlies unter dem [[Anwesen Voss|Herrenhaus]], auf keiner Karte der letzten zweihundert Jahre verzeichnet, von keiner Chronik erwähnt. Niemand hat es gebaut — oder niemand will sich erinnern, dass es gebaut wurde. Ich habe den Durchbruch geschlagen und bin hinabgestiegen. Die Kammer ist rund, die Decke gewölbt, und in den Boden sind acht Runen geschmolzen, als hätte jemand glühendes Eisen in den Fels gelegt — oder als hätte der Fels sie selbst ausgeschwitzt. Darum herum Knochen. Viele Knochen, in Mustern angeordnet, als wären sie gelegt worden, nicht gefallen. Ich sollte gehen. Ich kann nicht gehen. Der Kreis zieht mich an wie ein Hunger, den ich nie gekannt habe, und ich habe Angst, dass er mich nicht mehr loslässt, wenn ich ihm den Rücken kehre.
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### Der Kreis
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Ich verbringe jede freie Stunde dort unten. Ich habe die Runen abgezeichnet, die Skelette gezählt, den Boden nach Adern abgetastet. Die Legenden der [[Mykori]] erzählen von Bindung und Opfer, von Wesen, die in den Fels gebrannt wurden — aber was hier liegt, ist anders. Älter. Fremder. Als käme die Magie nicht aus einer Hand, nicht aus einem Volk, sondern aus dem Boden selbst, aus Adern, die unter der Welt verlaufen und sich an diesem Ort kreuzen. Ich habe Bücher über [[Chaosmagie]] gelesen, bis mir die Augen brannten, und je mehr ich lese, desto weniger weiß ich. Vielleicht haben die Mykori den Kreis nur gefunden, nicht geschaffen. Vielleicht war er immer da und wartet nur darauf, dass jemand zurückkommt. Emilia bittet mich aufzuhören. Ich höre sie kaum noch. Der Kreis flüstert nicht — er wartet. Und ich weiß jetzt: Unter der Kammer liegt etwas. Etwas, das die ganze Zeit auf mich gewartet hat.
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### Der Abstieg
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Ich habe eine Expedition zusammengestellt. Fünf Gefährten, Männer, denen ich vertraute: ein Priester, ein Kartograf, ein Hauptmann, ein Söldner und ein Junge, der die Fackeln trug. Wir brachen den Boden der Kuppelkammer auf und fanden den Schacht: senkrecht, in schwarzen Stein getrieben, mit Wendeltreppen, deren Stufen nicht zu den Maßen menschlicher Baukunst passen. Anfangs war alles solide — Stein, Staub, Stille, wie in jedem alten Gewölbe. Dann kam der Nebel. Er hing nicht; er breitete sich aus, als suchte er etwas, als tastete er nach uns. Die Wände begannen zu pulsieren, kaum sichtbar, wie eine Haut über einem Herzen. Meine Gefährten lachten, um sich Mut zu machen. Ich lachte nicht. Ich weiß nicht mehr, wie lange wir stiegen. Stunden vergingen in Minuten, Minuten in Stunden, und die Fackeln brannten, ohne kürzer zu werden. Ich habe aufgehört, die Stufen zu zählen, als die Zahl anfing, mir zu widersprechen.
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### Immer tiefer
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Wir verloren die Richtung, obwohl es nur einen Weg gab. Der Kartograf schwor, die Treppe würde sich bewegen, wenn niemand hinsah — und ich glaube ihm. Einmal standen wir vor einem Tor, das wir kurz zuvor passiert hatten, aber es war gespiegelt, umgedreht, unmöglich, als hätte jemand die Welt gefaltet und wieder auseinandergezogen. Die Geräusche kamen aus falschen Richtungen. Tropfen fielen von der Decke, doch es gab keine Decke, nur Nebel. Aus den Wänden quoll eine gallertartige Substanz, grau und zäh, und an manchen Stellen hing Blut, das nicht von uns stammte. In Nischen lagen die Knochen anderer, die den Weg gegangen waren — viele, sehr viele, älter als jedes Grab, das ich kenne. Und dann begann das Flüstern. Es kam nicht von außen. Es kam aus unseren eigenen Köpfen, aus den Stimmen der Gefährten, die Sätze sagten, die sie nie gedacht hatten. Eines Nachts lief der Kartograf voraus, rief etwas in einer Sprache, die keiner kannte, und verschwand im Nebel. Wir suchten nicht lange. Wir hörten seine Schritte noch Stunden — von überall her. Ich habe mir eingeredet, es sei Erschöpfung. Ich habe es gewusst: Wir waren nicht in einem Berg. Wir waren in einem Gefängnis — und das Gefängnis war wach.
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### Das Gefängnis
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Jetzt, da ich die Zeichen zu lesen beginne, bin ich sicher: Dies ist kein Verlies, kein Grab, kein Tempel. Es ist ein Gefängnis, mit Absicht errichtet, mit Absicht tief gebaut, damit nichts, was hier eingeschlossen liegt, jemals wieder ans Licht findet. Ich habe die Ketten gesehen — eiserne Ringe, so dick wie mein Arm, die aus dem Fels wachsen und in die Tiefe führen, und zwischen ihnen etwas, das ich nicht beschreiben kann, weil ich es nur aus den Augenwinkeln gesehen habe. Die gallertartige Masse an den Wänden ist kein Schleim. Es ist das, was von denen übrig bleibt, die zu lange hier unten waren. Die Skelette in den Nischen sind die früheren Wärter — oder die früheren Opfer. Vielleicht ist es dasselbe. Das Gefängnis hat Hunger, und es hat gelernt, seine Wärter zu füttern.
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### Der Priester
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Der Priester ging als Erster verloren, den wir zurücklassen mussten. Er war der Frömmste von uns, ein guter Mann, und genau deshalb hat es ihn zuerst geholt. In der vierten Nacht begann er, allein zu sprechen — mit einer Stimme, die nicht die seine war, die unsere Namen rief, als würde sie uns kennen, als hätte sie uns schon immer gekannt. Er sagte, ein Licht hätte ihn gerufen. Ein Bote. Ein Engel. Er kniete nieder und betete zu etwas, das aus dem Nebel zu ihm sprach, und als wir ihn am Morgen weckten, war er nicht mehr er selbst. Er lief voraus, immer tiefer, und wir hörten ihn singen — ein Lied, das keiner von uns kannte, bis die Wände es zurücksangen. Wir fanden ihn an einem Altar. Er lächelte. Seine Augen waren nicht seine Augen. Wir ließen ihn dort. Wir haben ihn dort gelassen. Das war der erste Tribut, den der Abgrund nahm. Nicht der letzte.
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### Bote des Lichts
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Jetzt höre ich sie auch. Anfangs war sie schön — eine Stimme, die Balsam auf jede Wunde legte, die meine Zweifel kannte, meine Erinnerungen, die Namen derer, die ich geliebt habe. Sie nannte sich Bote des Lichts, Hüter des Weges, und versprach, mich zu führen, wenn ich nur vertraute. Sie sprach in Emilias Stimme, als ich schwach wurde, und ich hätte ihr fast geglaubt. Sie sprach in meiner eigenen Stimme, als ich allein war, und ich hätte ihr fast geantwortet. Und dann — ich weiß nicht mehr, wann — klang sie nicht mehr schön. Sie klang alt. Verfault. Vergessen. Zornig. Verrostet und voller Hass, wie ein Messer, das zu lange im Boden gelegen hat. Die Inschriften an den Wänden verhöhnten mich: Symbole, die sich veränderten, wenn ich hinsah, Worte, die ich nicht lesen konnte, aber verstand. „Du bist nichts", stand da. „Nur noch eine weitere Kreatur für mich."
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### Einer nach dem anderen
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Der Hauptmann war der nächste. Er glaubte an nichts, und genau das nahm ihm der Abgrund: Er zeigte ihm alles, was er je bezweifelt hatte, und ließ ihn daran ersticken, bis er sich selbst in den Nebel warf, um zu beweisen, dass nichts ihn halten konnte. Dann der Söldner, der nachts aufwachte und schrie, die Wände wären näher gekommen — und er hatte recht, sie waren es. Dann der Junge, der die Fackeln trug; er hörte seine Mutter rufen, obwohl seine Mutter seit zehn Jahren tot war, und er lief ihr entgegen, als wäre sie das einzige Licht in dieser Finsternis. Jeder Verlust war ein Stück von mir. Ich habe aufgehört, ihre Namen zu sagen, weil die Wände sie mir nachsprachen, als gehörten sie ihnen. Und doch ging ich weiter, denn der Abgrund gab mir etwas, das ich nicht benennen kann — oder ich wollte es nicht benennen.
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### Das Geschenk
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In einer Kammer aus schwarzem Glas, in der die Luft klang wie eine Saite, die jemand angeschlagen hatte, lag ein Haufen leuchtenden Staubes, fein wie Asche. Das Pulver. Es lag einfach da, wie ein Kind, das auf seine Mutter wartet, und ich wusste sofort, dass es ein Geschenk war — eine Hinterlassenschaft des Ortes, ein Köder, den mir jemand hingeworfen hatte, weil er wusste, dass ich ihn nehmen würde. Ich habe es genommen wie ein Bettler. Es roch nach Macht, nach etwas, das unter der Welt wächst, und es ließ die Fingerspitzen kribbeln, als hätte ich eine Hand in warmes Wasser gehalten. Ich habe eine Handvoll in meinen Beutel gefüllt und mir geschworen, dass es die Antwort sein würde. Die Antwort auf was, wusste ich nicht mehr. Ich wollte nur noch eins: nach unten.
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### Die Kammer
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Am Ende der Treppe gab es keine Treppe mehr. Es gab nur noch einen Obelisken, schwarz, glatt, in den etwas eingeschrieben war, das wie ein Befehl aussah — eine Anweisung an etwas, das unter ihm ruhte. Oder in ihm. Der Stein war kein Stein; wenn ich ihn lange genug ansah, bewegten sich die Zeichen, und ich begriff, dass er nicht aus Fels gemacht war, sondern aus einem einzigen Wort, das jemand in die Welt gesprochen und festgehalten hatte. Und dann traf mich der Wille. Nicht als Gestalt, nicht als Stimme — als Gewicht, das auf meiner Seele lag, als ein Auge, das mich sah, das mich immer gesehen hatte, das mich richtete, bevor ich überhaupt wusste, dass es mich beobachtete. Ich verstand in diesem Moment alles und nichts: Dies war kein Gott, wie die Menschen Götter nennen. Es war älter. Es war hierher gesperrt worden, vor langer, langer Zeit, von Wesen, die es eingefangen hatten, und die Ketten waren schwach geworden. Die alten Schriften der Mykori sprachen von einer [[Kugel des Gleichgewichts]], die den Gott gebunden hielt — und von einem Bruch, der sich vor hundert Jahren ereignete. Jahrzehnt um Jahrzehnt ist seither etwas in die Welt gesickert, das die Bindung löst. Jetzt ist es frei. Fast frei. Und es hasst. Es hasst seine Kerkermeister. Es hasst die, die es vergessen haben. Es hasst uns alle, die wir hierherkommen, um ihm Nahrung zu bringen — und doch hat es mich bis hierher geführt, weil es mich brauchte. Nicht als Diener. Als Zeugen. Als Opfer, das von seinem Leiden singt.
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### Allein
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Ich weiß nicht, wie ich zurückgekommen bin. Ich weiß nicht, wie lange ich unterwegs war. Als ich die Kammer des Kreises erreichte, waren meine Gefährten tot, verloren oder zurückgelassen — ich bin allein, und das Einzige, was ich besitze, ist der Staub in meinem Beutel und das Wissen, dass etwas mich hat gehen lassen. Es hat mich gehen lassen, weil es mir etwas schuldet — oder weil ich ihm etwas schulde; ich weiß es nicht mehr. Ich habe das Pulver heraufgebracht und versucht, den Kreis nachzubauen, zuerst im Lagerraum, dann im Garten. Nichts funktioniert so, wie es sollte. Es ist, als würde der Abgrund mir Fehler zeigen, die ich nicht sehen kann, und mich trotzdem weiterlocken. Die [[Bruderschaft des Schicksals]] kauft mir das Pulver ab, Fass für Fass, und ich nehme ihr Gold, obwohl ich weiß, dass es nicht mein Gold ist. Es ist das Gold des Abgrunds. Aber es ist das Einzige, was mir geblieben ist, außer dem Weg nach unten.
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### Unruhe
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Die Unruhe verlässt mich nicht mehr. Tagsüber stehe ich am Fenster und zähle die Stunden bis zur Dämmerung; nachts träume ich von der Kammer, vom Obelisken, von dem Auge, das mich sieht. Der Kreis im Lagerraum will nicht so werden, wie er sein soll, und ich glaube inzwischen, er soll es gar nicht. Der Abgrund hat mich ziehen lassen, aber er hat mir nichts geschenkt — er hat mich gemessen. Und dann ist da Lysander. Der Heiler ist freundlich, zu freundlich, seine Fragen sind zu klug, und ich ertappe mich dabei, wie ich ihn beobachte, wenn er meint, niemand sehe ihm zu. Nachts glaube ich manchmal Schritte im Keller zu hören, wo er nichts zu suchen hat. Vielleicht ist es der Abgrund, der mir das einflüstert. Vielleicht ist es die Wahrheit. Vielleicht sollte ich diese Seiten verwahren, irgendwo, wo niemand —
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> ⚠️ Hier fehlen die letzten Seiten — von [[Lysander]] herausgerissen.
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*Der Satz bricht mitten im Gedanken ab. Die folgenden Seiten wurden nicht vom Marquis entfernt, sondern herausgerissen. Weitere Details zu den fehlenden Seiten finden sich im Abschnitt „Zum Buch / Fehlende Seiten" unten.*
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## Zum Buch / Fehlende Seiten
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- **Beschreibung**: Das Tagebuch des Marquis — das exponierte Buch in der privaten Bibliothek des Anwesens; die letzten Seiten fehlen (herausgerissen).
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- **Wer riss die Seiten heraus**: [[Lysander]] (nicht der Marquis). Er riss die letzten Seiten heraus.
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- **Warum**: um zu verhindern, dass jemand den Inhalt erfährt (die Spieler sollen ihn nicht finden). Der konkrete Grund hängt mit dem Inhalt zusammen und wird gemeinsam mit dem Inhalt festgelegt.
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- **Versteck**: Lysander versteckt die herausgerissenen Seiten in seinem **Nachtkästchen** im **gemeinsamen Schlafsaal**, den er mit [[Gräfin Emilia Voss]] teilt.
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- **Inhalt der fehlenden Seiten**: **NOCH OFFEN — Entscheidung durch den Spielleiter (SL).**
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> ❗ Inhalt der fehlenden Seiten: offen — vom SL festzulegen (SL-Geheimnis, Spieler sollen ihn nicht finden).
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*Kontext: [[Quest – Anwesen Voss]] · [[Hintergrund des Marquis]]*
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